KIUSA verbannen DeepSeek aus Bundesbehörden: Wissen Sie, welche KI in Ihrer Software steckt?
Die USA verbannen DeepSeek aus Bundesbehörden. Was KMU und Kommunen jetzt zu Schatten-KI, Datenabfluss und KI in ihrer Software prüfen sollten.
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Die US-Regierung hat chinesische KI-Technik von DeepSeek aus allen zivilen Bundesbehörden verbannt. Das Verbot gilt auch für Software anderer Hersteller, in der DeepSeek steckt. Für deutsche Unternehmen und Kommunen gilt die Anordnung nicht. Die Frage dahinter betrifft aber jede Organisation: Welche KI nutzen Ihre Mitarbeiter, und wohin fließen dabei Ihre Daten?
Was hat die US-Regierung entschieden?
Das US-Heimatschutzministerium hat am 20. Oktober 2026 eine Anordnung veröffentlicht. Zivile Bundesbehörden müssen DeepSeek-Produkte aus ihren IT-Systemen entfernen und dürfen keine neuen mehr beschaffen. Betroffen sind unter anderem das Finanz-, das Außen- und das Justizministerium.
Bemerkenswert ist die Reichweite. Das Verbot erfasst nicht nur die App und die Schnittstelle von DeepSeek. Es gilt auch für Produkte und Dienste anderer Anbieter, die mit DeepSeek-Technik entwickelt wurden. Was das genau umfasst, lässt die Anordnung offen. Unklar ist zum Beispiel, ob auch DeepSeek-Modelle betroffen sind, die auf eigenen Servern oder direkt am Rechner laufen.
Als Begründung nennt die US-Regierung die Gefahr, dass sensible Daten nach China gelangen. Die Server von DeepSeek stehen dort.
Und in Deutschland?
Die US-Anordnung gilt hier nicht. Deutsche Datenschützer sind aber schon früher aktiv geworden. Die Berliner Datenschutzbeauftragte hat die DeepSeek-Apps im Juni 2025 bei Apple und Google als rechtswidrigen Inhalt gemeldet. Ihr Vorwurf: Die App übermittelt personenbezogene Daten ohne ausreichenden Schutz nach China. Die Bundesdatenschutzbeauftragte hat diesen Schritt unterstützt.
Unterschiedlicher Weg, gleiches Ergebnis
Die USA argumentieren mit dem Beschaffungsrecht, die deutschen Behörden mit der DSGVO. Beide kommen zum selben Ergebnis: Daten, die in einen KI-Dienst eingegeben werden, verlassen die eigene Kontrolle.
Das eigentliche Problem: KI, von der niemand weiß
DeepSeek ist nur ein Beispiel. In vielen Unternehmen und Verwaltungen wird KI längst genutzt, oft ohne dass die IT-Verantwortlichen davon wissen:
- Schatten-KI: Mitarbeiter kopieren Texte, Kundendaten oder Bürgeranfragen in frei verfügbare Chatbots, um schneller zu arbeiten.
- KI in eingekaufter Software: Ticketsysteme, Branchensoftware, Fachverfahren oder Browser-Erweiterungen bringen KI-Funktionen mit. Welches Modell dahintersteckt und wo die Daten verarbeitet werden, steht selten im Datenblatt.
- KI auf privaten Geräten: Diensthandys und private Smartphones mit KI-Apps verarbeiten auch dienstliche Inhalte.
Für Kommunen wiegt das besonders schwer. Sie verarbeiten täglich personenbezogene Daten von Bürgerinnen und Bürgern, für die strenge Regeln gelten.
Was Sie jetzt tun sollten
- Schritt 1Bestandsaufnahme machen
Welche KI-Dienste werden genutzt, offiziell und inoffiziell? Eine ehrliche Umfrage im Team bringt oft überraschende Ergebnisse.
- Schritt 2Eine KI-Richtlinie festlegen
Welche Dienste sind erlaubt? Welche Daten dürfen niemals in einen KI-Dienst eingegeben werden? Eine kurze, verständliche Regelung hilft mehr als ein pauschales Verbot.
- Schritt 3Lieferanten fragen
Welche KI-Modelle stecken in Ihrer Software? Wo werden die Daten verarbeitet? Gibt es einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung, und ist eine Übermittlung in Drittländer ausgeschlossen?
- Schritt 4Regeln technisch absichern
Unerwünschte KI-Dienste lassen sich über Firewall und Web-Filter sperren. So wird aus einer Richtlinie eine wirksame Maßnahme.
- Schritt 5Sichere Alternativen anbieten
Wer KI nur verbietet, fördert Schatten-KI. Besser ist ein freigegebenes Werkzeug, bei dem die Daten unter Kontrolle bleiben.
KI-Kompetenz nach dem AI Act
Die europäische KI-Verordnung verpflichtet Organisationen, die KI einsetzen, ihre Beschäftigten im Umgang damit ausreichend zu schulen.
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Bestandsaufnahme und KI-Richtlinie
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Technische Umsetzung
Wir sperren unerwünschte Dienste über Firewall, Web-Filter und Endpoint-Schutz und setzen Ihre Vorgaben wirksam durch.
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Jetzt Kontakt aufnehmenQuellen & weiterführende Links
- heise onlineUSA verbannen DeepSeek aus allen zivilen Bundesbehörden
- The DecoderUS-Heimatschutzministerium verbannt Deepseek aus zivilen Bundesbehörden
- it-daily.netUSA verbannen DeepSeek aus Behörden-IT
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- Berliner Beauftragte für Datenschutz und InformationsfreiheitBerliner Datenschutzbeauftragte meldet KI-App DeepSeek bei Apple und Google als rechtswidrigen Inhalt
- Stuttgarter ZeitungDatenschutzbeauftragte möchte DeepSeek aus App-Stores verbannen
