KIDer letzte Klick: Warum Awareness-Training heute automatisch laufen muss
Phishing, gefälschte Jobangebote, schwache Passwörter: Warum Awareness-Training heute automatisch laufen muss und wie es die IT spürbar entlastet.
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Firewall, Mailfilter und Virenschutz halten heute die allermeisten Angriffe auf. Die Fälle der vergangenen Wochen zeigen aber, wo es trotzdem passiert: bei einer Mail, die durchkommt, und bei einem Menschen, der klickt. Schulungen einmal im Jahr helfen dagegen wenig. Was hilft, ist regelmäßiges Training, das die IT nicht zusätzlich belastet.
Drei Fälle, ein Muster
Eine Phishing-Mail
Am Anfang des Angriffs auf die Landesverwaltung stand laut Tagesspiegel eine Mail in der Verkehrsverwaltung.
Ein falsches Jobangebot
Angebliche Recruiter locken Beschäftigte über LinkedIn und Messenger zum Öffnen einer Stellenbeschreibung.
Ein Passwort: 123456
Laut Politiken auf mindestens drei Konten eines Dienstleisters, darunter das Administratorkonto.
Berlin: Beim Angriff auf die Berliner Landesverwaltung stand am Anfang laut Tagesspiegel eine Phishing-Mail in der Verkehrsverwaltung. Das BSI ordnete dem Fall eine Variante der ClickFix-Masche namens „TerminalFix“ zu. Dabei bringt eine gefälschte Fehlermeldung das Opfer dazu, Schadcode selbst auszuführen. Kein Filter der Welt verhindert einen Befehl, den ein Mitarbeiter eigenhändig eintippt. Mehr dazu in unserem Beitrag zum Cyberangriff auf Berlin.
Gefälschte Jobangebote: Die nordkoreanische Gruppe Lazarus spricht ihre Opfer gezielt an – mit angeblichen Jobangeboten bekannter Firmen, verschickt über Direktnachrichten oder Plattformen wie LinkedIn, vor allem an Beschäftigte aus Rüstung und Luftfahrt. Wer die angebliche Stellenbeschreibung öffnet, holt sich den Angreifer ins Haus. Der schaltet anschließend über eine Windows-Lücke sogar die Sicherheitssoftware ab.
Dänemark: Über den Zugang eines kleinen Dienstleisters flossen die Daten von rund 8,8 Millionen Menschen ab. Laut Politiken nutzten mindestens drei Konten des Unternehmens das Passwort „123456“, darunter das Administratorkonto. Die Hintergründe haben wir hier beschrieben.
Das gemeinsame Muster
In keinem der drei Fälle haben die Angreifer Technik geknackt. Sie haben einen Menschen überzeugt oder seine Bequemlichkeit ausgenutzt.
Das eigentliche Problem: Training braucht Zeit, die niemand hat
Dass Schulungen nötig sind, bestreitet kaum jemand. In der Praxis scheitern sie trotzdem häufig – aus zwei Gründen.
Erstens fehlt der Rückhalt im Alltag. In einer Umfrage des Herstellers Sharp gaben 60 Prozent von 1.000 Beschäftigten deutscher KMU an, im Arbeitsalltag bewusst gegen IT-Sicherheitsvorgaben zu verstoßen. 31 Prozent sehen IT-Sicherheit allein als Aufgabe der IT-Abteilung. Das ist eine Herstellerumfrage, aber die Größenordnung deckt sich mit dem, was wir bei Kunden erleben.
Zweitens fehlt die Zeit. Eine jährliche Präsenzschulung ist schnell vergessen. Regelmäßige Phishing-Tests vorzubereiten, auszuwerten und nachzuschulen, kostet ein kleines IT-Team mehr Zeit, als es hat. Also unterbleibt es.
Die Lösung: Training, das von selbst läuft
Genau hier setzen wir bei unseren Kunden den Security Awareness Service von Hornetsecurity ein. Das Prinzip: Die Plattform übernimmt die Arbeit, die sonst an der IT hängen bleibt.
Was den Dienst ausmacht
Vollständig automatisiert
Benchmarking, Phishing-Simulation und E-Training laufen automatisch. Niemand muss Kampagnen planen oder Auswertungen von Hand erstellen.
Realistische Angriffe
Die Simulationen arbeiten wie ein echter Angreifer mit psychologischen Hebeln sowie öffentlich verfügbaren Unternehmens- und Mitarbeiterdaten – so glaubwürdig wie eine echte Spear-Phishing-Mail.
Training nach Bedarf
Jeder bekommt so viel Training wie nötig und so wenig wie möglich. Wer zuverlässig erkennt, wird nicht mit Pflichtvideos gelangweilt; wer hereinfällt, wird gezielt nachgeschult.
Messbar
Der Employee Security Index (ESI) misst das Sicherheitsverhalten laufend, vergleicht es und steuert den individuellen Trainingsbedarf.
Das passt zu unserem Grundsatz: Der E-Mail-Schutz von Hornetsecurity sorgt dafür, dass möglichst wenig ankommt. Das Awareness-Training sorgt dafür, dass beim Rest richtig reagiert wird. Und Sophos begrenzt den Schaden, falls doch etwas durchkommt.
Ein Nachweis, der zählt
Ein oft unterschätzter Nebeneffekt ist die Dokumentation. Wer belegen muss, dass Mitarbeitende regelmäßig geschult werden, hat mit dem ESI belastbare Zahlen in der Hand. Das hilft an zwei Stellen:
- Geschäftsführung und NIS2: Schulungen gehören zu den Maßnahmen, deren Umsetzung die Leitung nachweisen können muss. Mehr dazu in unserem Beitrag „Haftung entsteht durch fehlende Nachweise“.
- Cyberversicherung: Versicherer fragen im Antrag regelmäßig nach Awareness-Maßnahmen. Wir unterstützen unsere Kunden dabei, diese Fragen korrekt und belastbar zu beantworten.
Was Sie jetzt tun können
- Ehrlich prüfen: Wann wurden Ihre Mitarbeitenden zuletzt geschult – und wie viele würden heute auf eine gut gemachte Phishing-Mail hereinfallen?
- Klare Meldewege schaffen: Wer eine verdächtige Mail meldet, muss gelobt werden, nicht beschämt. Das gilt auch für Fehlalarme.
- Nicht nur an E-Mail denken: Angriffe kommen auch über LinkedIn, Messenger und Telefon. Gutes Training deckt diese Wege mit ab.
- Training verstetigen statt Einmalaktion: Kurze, regelmäßige Einheiten wirken nachhaltiger als ein Pflichttermin im Jahr.
Fazit
Technik bleibt die erste Verteidigungslinie. Die Fälle aus Berlin, Dänemark und die gefälschten Jobangebote zeigen aber, dass Angreifer gezielt den Menschen davor ansprechen. Awareness-Training ist deshalb kein Pflichtprogramm für die Personalabteilung, sondern Teil der IT-Sicherheit. Es funktioniert aber nur, wenn es regelmäßig läuft – und das schafft im Alltag nur ein automatisierter Dienst.
Wie gut würden Ihre Mitarbeitenden einen echten Angriff erkennen?
Wir richten den Security Awareness Service für Sie ein, werten die Ergebnisse mit Ihnen aus und kombinieren ihn mit E-Mail-Schutz und Netzwerksicherheit aus einer Hand.
Kontakt aufnehmenQuellen & weiterführende Links
- Security-InsiderBerlin-Hack 2026: Ransomware, Datenabfluss und KRITIS-Lücke (18. September 2026)
- SC MediaDPRK’s Lazarus Group exploits Windows zero-day in backdoor campaign
- Check Point ResearchShattering the Dream – When a Job Offer Becomes a Zero-Day Attack
- The Copenhagen Post / Ritzau`123456’ password used in massive Danish CPR data breach (10. Oktober 2026)
- Security-Insider (gesponsert von Sharp)KI-gestützte Angriffe: Security Awareness gegen Social Engineering (7. September 2026)
- Hornetsecurity / it-sa 365Security Awareness Service – Produktinformationen
Recherche-Stand: 14. Oktober 2026
