KIWie lange hält Ihr Betrieb ohne IT durch?
Viele Betriebe geraten nach wenigen Stunden ohne IT in Not, getestete Notfallpläne sind selten. Fünf Fragen zur eigenen Lage – mit Zahlen der eco-Umfrage.
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Ein Teil der Unternehmen gerät schon nach wenigen Stunden ohne IT in eine kritische Lage – und nur eine Minderheit hat einen getesteten Notfallplan. Das zeigt die aktuelle IT-Sicherheitsumfrage des Verbands der Internetwirtschaft eco. Fünf Fragen helfen, die eigene Lage einzuschätzen.
Stellen Sie sich vor, morgen früh funktioniert nichts mehr: kein Zugriff auf Dateien, keine E-Mails, keine Warenwirtschaft, kein Fachverfahren. Wie lange kann Ihr Betrieb oder Ihre Verwaltung so weiterarbeiten, bevor es ernst wird?
Die ehrliche Antwort darauf fällt vielen schwer. Genau das zeigt die IT-Sicherheitsumfrage 2026 von eco, für die zwischen September und Dezember 2025 rund 100 IT-Sicherheitsfachleute befragt wurden. Die Umfrage ist nicht repräsentativ und lief überwiegend, bevor das deutsche NIS2-Umsetzungsgesetz am 6. Dezember 2025 in Kraft trat. Als Stimmungsbild aus der Praxis ist sie trotzdem aufschlussreich – und deckt sich mit dem, was wir bei Unternehmen und Kommunen in der Region erleben.
Was die Umfrage zeigt
12 %
17 %
54 %
Auch beim Budget zeigt sich eine Lücke: 28 Prozent wenden weniger als fünf Prozent ihres IT-Budgets für Sicherheit auf. eco empfiehlt je nach Branche und Risikoprofil fünf bis 25 Prozent. Die gute Nachricht: 45 Prozent sehen deutliche Fortschritte im Umgang mit Vorfällen gegenüber dem Stand vor ein bis zwei Jahren. Es bewegt sich etwas – aber nicht überall gleich schnell.
Fünf Fragen für Ihre eigene Einschätzung
Nehmen Sie sich fünf Minuten und beantworten Sie diese Fragen ehrlich – idealerweise gemeinsam mit Geschäftsführung oder Verwaltungsspitze.
- Wie viele Stunden kann Ihr Betrieb ohne IT arbeiten? Nicht geschätzt, sondern durchgespielt: Welche Abläufe stehen sofort still, welche lassen sich eine Weile auf Papier oder per Telefon überbrücken? Wer das nicht weiß, kann auch nicht festlegen, wie schnell ein Wiederanlauf gehen muss.
- Gibt es einen Notfallplan – und wurde er schon einmal getestet? Ein Plan im Ordner ist ein Anfang. Ob er funktioniert, zeigt sich erst bei einer Übung: Wer wird wann informiert? Wo liegt der Plan, wenn die Server verschlüsselt sind? Wie lange dauert die Wiederherstellung wirklich?
- Wer meldet einen Vorfall – und innerhalb welcher Frist? Für viele Organisationen gelten Meldepflichten, etwa gegenüber der Datenschutzaufsicht oder dem BSI, teilweise innerhalb von 24 bzw. 72 Stunden. Im Ernstfall ist keine Zeit, erst nachzulesen, wer zuständig ist. Welche Pflichten für Sie konkret gelten, sollte vorab geprüft werden.
- Können Sie belegen, was Sie für die Sicherheit tun? Backups, Updates, Zugriffsrechte, Schulungen – vieles wird gemacht, aber nicht dokumentiert. Im Schadenfall fragen Aufsicht, Versicherung und gegebenenfalls Prüfer nicht, ob Sie etwas getan haben, sondern ob Sie es nachweisen können.
- Wie viel investieren Sie in Sicherheit – und ist das genug? Ein fester Anteil des IT-Budgets für Sicherheit sorgt dafür, dass Schutzmaßnahmen nicht bei jeder Haushaltsplanung neu verhandelt werden müssen.
Was die Antworten bedeuten
Wenn Sie bei einer oder mehreren Fragen gezögert haben, sind Sie in guter Gesellschaft – das zeigt die Umfrage deutlich. Wichtig ist, die Lücken zu kennen, bevor ein Angriff sie aufdeckt. Vertiefende Informationen haben wir in mehreren Beiträgen zusammengestellt:
- Warum ein Backup allein nach einem Angriff nicht reicht und wie ein sicherer Wiederanlauf aussieht: Nach dem Angriff: Warum das Backup allein nicht rettet
- Wie eine belastbare Datensicherung aufgebaut ist: Backup-Strategie 3-2-1(-1-0) mit Veeam
- Was die Geschäftsführung bei Cybersicherheit belegen muss: Haftung entsteht durch fehlende Nachweise
- Wer von NIS2 überhaupt betroffen ist: NIS2 für KMU in Baden-Württemberg
Wie wir unterstützen
Die Umfrage bestätigt, was wir täglich sehen: Die meisten Betriebe und Verwaltungen wollen sich absichern, ihnen fehlen aber Zeit und Fachleute, um alles selbst umzusetzen und nachzuweisen.
Notfallplanung und Übungen
Wir erarbeiten mit Ihnen, welche Systeme in welcher Reihenfolge zurück müssen, und spielen den Ernstfall gemeinsam durch.
Datensicherung und Wiederanlauf
Als Veeam-Partner konzipieren wir Sicherungen, die ein Angreifer nicht löschen kann, und testen die Wiederherstellung regelmäßig – mit Bericht.
Überwachung im Alltag
Mit unserem Monitoring ITPuls im Rahmen unserer Managed Services erkennen wir Auffälligkeiten früh, statt erst beim Ausfall zu reagieren.
Nachweise und Versicherung
Wir unterstützen bei der Dokumentation Ihrer Maßnahmen und bei den Angaben gegenüber Cyberversicherungen.
Fazit
Die eco-Umfrage zeigt kein Versagen, sondern eine typische Lage: Viele haben schon einiges getan, aber selten getestet, dokumentiert und mit klaren Zuständigkeiten versehen. Genau das entscheidet im Ernstfall darüber, ob ein Ausfall Stunden oder Wochen dauert.
Sie möchten wissen, wo Ihre Organisation steht?
Wir gehen die fünf Fragen gerne gemeinsam mit Ihnen durch und zeigen, wo die größten Lücken liegen.
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